Interview mit AnnenMayKantereit

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Interview mit AnnenMayKantereit

Dieses Interview wurde im saarscene Magazin Ausgabe April 2016 veröffentlicht

AnnenMayKantereit

„Es gibt keinen Plan B“

Mittlerweile ist der außergewöhnliche Bandname nicht mehr Thema Nummer 1. Die Musikmagazine sind voll mit Berichten und Interviews über die Durchstarter von 2015. AnnenMayKantereit ist sowas wie ein Synonym für rasanten Steilflug. Was mit Straßenkonzerten und eigenproduzierten Youtubevideos begann, entwickelte sich schnell zu einer großen Nummer. Kein Wunder, dass Universal die Jungs unter Vertrag nahm, um mit ihnen das Album „Alles Nix Konkretes“ zu produzieren. Jetzt spielt die Band um Sänger Henning May vor ausverkauften Hallen, so auch in der Garage Saarbrücken. Im ganzen Trubel um sie selbst, hat Drummer Severin Kantereit sich die Zeit genommen, um mit uns über die Entwicklung der Band, das neue Album und die Zusammenarbeit mit Universal zu reden. Eine weitere Frage bezüglich des Bandnamens konnten wir uns nicht verkneifen.

Als Ihr begonnen habt mit Eurer Musik, habt Ihr gezielt auf den Durchbruch hingearbeitet?

Natürlich geht man mit Träumen an solch eine Sache. Wir alle kennen uns bereits aus der Schule, da war das aber noch so ein Hobbyding. Nach dem Abi haben wir Musik auf der Straße gemacht. Das hat uns dann auch ein wenig Geld gebracht. Anfangs war es noch nicht so, dass wir dachten, daraus einen Beruf machen zu können. Da zählten noch kleine Ereignisse.

Ihr habt Euch sehr gut selbst vermarktet, Eure Videos auf Youtube werden tausendfach geklickt, das Crowdfundingziel für Eure erste EP war innerhalb von drei Tagen erreicht. War es notwendig jetzt mit Universal zusammenzuarbeiten? Noch 2014 habt Ihr in einem Interview gesagt, es sei nicht an der Zeit mit einem Lable zusammenzuarbeiten.

Wir haben das ganz am Anfang alleine gemacht zu dritt. Dann kamen immer mehr Leute dazu, erst ein Booker, dann ein Manager. Wir hatten schon vor, das richtig zu machen und eine Band zu werden, die auf Tour geht und ein Album produziert. Da bleibt es einfach nicht aus, dass man gewisse Leute mit ins Boot nimmt.Wir wollten aber auch alles mal selber gemacht haben, um es dann abgeben zu können. Mit dem Album haben wir uns bewusst Zeit gelassen, da wir noch nicht viel Erfahrung mit der Arbeit in einem Studio hatten.

Ihr habt genaue Vorstellungen, wie es zu laufen hat. War es dann nicht problematisch mit dem Major Lable Universal zusammenzuarbeiten?

Das kommt drauf an, wie man ein Lable sieht. Viele denken ja, dass so ein Lable einen Künstler verbiegt. Das kann auch gut passieren, wenn man nicht weiß, wie was läuft, oder selbst noch null Profil hat. Das war bei uns ja anders.Wir haben uns das selbst erarbeitet, wir wussten wie das funktioniert. Für das Lable gab es keinen Anlass, uns in irgendeine Richtung zu schieben. Wir haben mit vielen tollen Leuten zusammengearbeitet, zu denen wir auch Vertrauen aufbauen konnten. Wir haben an einem Strang gezogen. Mit Universal haben wir einen starken Partner an der Seite, mit dem wir Sachen realisieren können, die man so allein nicht machen könnte. Die finanziellen Mittel sind andere.

Angenommen, das läuft noch ein paar Jahre so gut bei Euch. Aber was ist denn, wenn das irgendwann mal nicht mehr so klappt? Gibt es denn einen Plan B?

Bei uns ist glaube ich gerade nicht der Zeitpunkt, sich darüber Gedanken machen zu müssen. Wenn es dann so kommt, dann haben wir noch genug Zeit, nachzudenken. Wir machen das alles mit sehr viel Spaß und es ist darauf ausgelegt, dass wir das alle noch sehr lange machen. Bestes Beispiel sind für uns die Beatsteaks, mit denen wir auf Tour sein durften.

Anfangs musstet Ihr immer noch Euren Bandnamen erklären.Eine Frage zum Bandnamen gibt es dennoch. Euer Bassist Malte Hauck ist immer mit am Start. Könnte es sein, dass die Band sich nun doch bald umbenennt?

Nein. Eher nicht. AnnenMayKantereit bedeutet ja jetzt mittlerweile nicht mehr nur unsere Nachnamen, es ist ein Begriff geworden. Keine Band käme auf die Idee, sich irgendwann umzubenennen. Innerhalb unserer Band gibt’s da keine Diskussion.

Interview: Tine Sattler

Bild: Fabien J.R. Raclet

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